Seit achtzehn Jahren begleitet mich diese Suche. Es begann alles aus einer tiefen Not heraus. Ich suchte nach etwas Sinnhaftem - nach einer Aufgabe, mit der ich anderen Menschen helfen und vielleicht eines Tages sogar davon leben könnte. Ich weiß noch genau, wie ich da saß. Die Tränen liefen mir über die Wangen, die Verzweiflung war greifbar. Und genau in diesem Moment hörte ich das erste Mal von Lachyoga. Es klang spannend, herausfordernd - und gleichzeitig war ich total unsicher. Wer, so fragte ich mich, kommt schon zu einem Lach- und Atemcoaching? Die Stimmen um mich herum waren laut. "Davon wirst du nie leben können", sagten die einen. "Was, das tust du dir in deinem Alter noch an?", flüsterten die anderen. Doch ich ließ mich nicht beirren. Der wahre Durchbruch kam jedoch erst, als ich es an mir selbst erlebte. Es gab Tage, an denen es mir wieder einmal miserabel ging. In einem dieser Momente stellte ich mich unter eine hohe, alte Linde. Ich holte mir ein Lächeln hervor, ganz bewusst, und begann mit meinen Atemübungen.
Auf einmal spürte ich sie wieder diese Energie.
Es war eine Kraft, die ich längst in mir trug, die aber erst neu geweckt werden musste. Heute weiß ich: Diese Energie trägt jeder in sich. Und ich möchte sie wieder herausholen. Ich habe ein klares Bild vor Augen: Ich sehe Menschen in ihrem täglichen Umfeld, denen ich Freude, Zuversicht und Humor als ständige Begleiter mitgeben darf. Ich bin überzeugt: Je mehr Menschen lachen, umso zufriedener wird jeder Einzelne - und umso weniger Raum bleibt für Gewalt. Wenn wir lernen, den Neid, die Zwietracht, die Hoffnungslosigkeit und auch die Wut oder Trauer loszulassen, dann gibt es weniger Zerstörung auf dieser Welt. Wir müssen diese Gefühle nicht leugnen, aber wir können sie durch das Atmen und Lachen verwandeln. Ich glaube fest daran, was Udo Jürgens einst sang:
"Ich glaube, die Welt müsste groß genug, weit genug, reich genug FÜR UNS ALLE sein.